Mehr Clownvisiten für Pflegebedürftige
Clownsbesuche als Präventionsleistung in der stationären Pflege
DIE CLOWN DOKTOREN E.V. weitet das Programm für Clownsvisiten in Pflegeeinrichtungen aus. Nachdem der Dachverband Clowns in Medizin und Pflege Deutschland e.V., dem auch die Clowndoktoren angehören, einer Rahmenvereinbarung zur Kooperation mit den Betriebskrankenkassen (BKK) beigetreten ist, können Betriebskrankenkassen nun Clownsvisiten in Pflegeeinrichtungen als Präventionsleistung der sozialen Pflegeversicherung fördern.
„Die BKK Kooperation ermöglicht es uns, Clowndoktoren-projekte für pflegebedürftige Menschen zu verstärken“, freut sich Felix Gaudo, 1. Vorstand der Clowndoktoren. „Gleichzeitig wird es den interessierten Einrichtungen viel leichter fallen, Clownsinterventionen in der Altenhilfe anzustoßen und umzusetzen.“
Kooperationsprojekt mit den Betriebskrankenkassen
Nach einer erfolgreichen Absprache mit einer regional oder überregional tätigen BKK bereitet DIE CLOWN DOKTOREN E.V. die Kooperationsvereinbarung zwischen Verein, Pflegeeinrichtung und der BKK vor. Diese Vereinbarung beinhaltet genaue Angaben zu dem Konzept, den geplanten Maßnahmen und der Finanzierung des Vorhabens. In der Regel beträgt die Laufzeit zwölf Monate. In diesem Zeitraum entstehen für die Pflegeeinrichtung keine Kosten.
Ein Clowndoktoren-Duo besucht die Seniorinnen und Senioren zweimal monatlich. Im Vorfeld klären die Verantwortlichen die erforderlichen Details.
Neben den Clownsbesuchen für die Bewohnerinnen und Bewohner bieten die Clowndoktoren optional auch Humor-Workshops für das Pflegepersonal an.
Clownsbesuche wirken sich nachweislich positiv auf Seniorinnen und Senioren aus. Sie bringen neue Impulse in den Pflegealltag, lenken von Schmerzen, Ängsten und Sorgen ab, bringen Spaß und Freude und verbessern damit Stimmung und Selbstwertgefühl der alten Menschen. Ganz nebenbei stärken sie noch vorhandene Kompetenzen oder rufen verlorengegangene Fähigkeiten wieder hervor. „Das Pflegepersonal beschreibt uns gegenüber immer wieder die nachhaltige Wirkung auf demenziell erkrankte Bewohner“, berichtet Ruth Albertin, künstlerische Leiterin der Clowndoktoren. Die Pflegekräfte erkennen dies etwa an der entspannten Mimik und Gestik sowie verminderten Unruhe.
Bereits seit 2009 bringen die Clowndoktoren mit ihren Humorvisiten auch älteren, pflegebedürftigen und an Demenz erkrankten Menschen Freude und Abwechslung in ihren oft sehr zurückgezogenen Alltag. Professionell und sensibel passen die speziell ausgebildeten Clowndoktoren ihre Besuche an die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner an, nehmen sich Zeit für persönliche und individuelle Kontakte, wecken Gefühle und Erinnerungen – etwa durch Musik und Gesang – und sorgen für fröhliche, aktive und nachhaltige Momente.
Aktuell besuchen wir rund 15 Seniorenheime, vorwiegend im Rhein-Main-Gebiet.

