Lachen verbindet ...

Besondere Momente im Seniorenheim

Als wir im Sommer 2009 so weit waren, das Projekt „Clowns für Senioren“ zu starten, stellte sich natürlich die Frage, wer von unseren Clowndoktoren bereit wäre, sich diesem neuen „Publikum“ zuzuwenden, und ob dafür andere oder zusätzliche Qualifikationen erforderlich sind. Zum Glück war und ist unser festes freiberufliches Clowndoktoren-Team personell gut ausgestattet, so dass zeitliche Kapazitäten vorhanden waren. Es war aber klar, dass nicht jeder Künstler, der als Clowndoktor kranke Kinder in Kliniken besucht, diese Tätigkeit auchin Einrichtungen für alte, oft pflegebedürftige oder an Demenz erkrankte Menschen ausüben kann oder möchte.
Es stellte sich heraus, dass einige Künstler sehr gerne mitmachen wollten und manche sogar schon entsprechende Erfahrung mitbrachten. So wurde ein erster Workshop mit einer externen, auf die Arbeit von Clowns im Altenheim spezialisierten Dozentin organisiert, in dem alle Interessierten herausfinden konnten, was die Besonderheit der Arbeit für Senioren ausmacht und ob und wie sie daran teilhaben könnten. Clowns für Senioren Heute gibt es für jede Senioren-Einrichtung ein festes Zweierteam, das die regelmäßigen Besuchstermine wahrnimmt.
Das ist anders als in den Kinderkliniken – wo der Besuchsrhythmus pro Station mindestens einmal wöchentlich ist und die Teams dabei variieren. Die Besuche bei den Senioren finden in der Regel alle zwei Wochen statt. Dadurch kommt bei den Clowns so etwas wie „negative Routine“ gar nicht erst auf. Es ist eher so, dass durch die feste Besetzung bei Bewohnern und Clowndoktoren ein Gefühl von Vertrautheit und „sich kennen“ entstehen kann. Ein positiver Effekt, der auch für die Aufgabe der Clowns hilfreich ist. Sie können bei ihren Begegnungen mit den alten Menschen an Erfahrungen und Erlebnisse vergangener Besuche anknüpfen und sehr individuell auf jeden Einzelnen eingehen.
Damit von diesen Erfahrungen und Erlebnissen das ganze Clowndoktoren-Senioren-Team profitieren kann und auch um spezielle Techniken und Spiel-Routinen einzuüben, finden vier bis fünfmal pro Jahr im Rahmen der monatlichen Clown-Workshops spezielle Trainings statt. Für uns die ideale Möglichkeit, auch den besonderen Anforderungen der Visiten für Senioren ohne Qualitätsverlust gerecht zu werden und gleichzeitig die durchschnittlichen Gesamtkosten für einen Besuchstag mit rund 400 Euro so gering wie möglich zu halten.
Die Kosten, die für Honorare der Künstler, Workshops und in geringem Maße auch für den organisatorischen Aufwand entstehen, werden bisher von den Einrichtungen selbst oder Spendern getragen, die speziell für die Visiten in bestimmten Häusern gespendet haben. Meist konnten diese Förderer bei Besuchen von Angehörigen oder Sommerfesten dort selbst erleben, wie viel Gutes die Besuche der Clowndoktoren auch und gerade bei alten Menschen bewirken.
Wir hoffen sehr, dass sich diese Erkenntnis weiter verbreiten wird und wir unsere Arbeit mit und für diese Menschen noch möglichst lange fortsetzen und erweitern können werden.

Unsere Projekte in Senioreneinrichtungen

Caritas Altenzentrum Vinzenz-von-Paul-Haus

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Seniorenzentrum Stockstadt GmbH

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